Kundenanwendungen

[131] Murmelkanone

Autor: Rien Wesselink, Enschede, Niederlande

Ein einfaches Experiment mit einschlägiger Wirkung...
Ein einfaches Experiment mit einschlägiger Wirkung... die Murmelkanone!
Für dieses Experiment brauchst Du:
  • Zwei Kunststoffröhrchen, z.B. aus PVC, ca. 15-20 cm lang. Das eine Röhrchen sollte vom Innendurchmesser her gross genug sein, dass die Murmel hinein passt, das zweite Röhrchen sollte locker in das grössere hineinpassen.
  • Ein grosser Ringmagnet (von einem anderen Lieferanten)
  • Zwei Scheibenmagnete
  • Zwei stählerne Zwischenringe von ca. 15 mm Durchmesser
  • Eine oder mehrere Murmeln
Zuerst steckt man den Ringmagneten auf ein Ende des grösseren PVC-Röhrchens, des Kanonenlaufs. Der verwendete Ringmagnet stammt aus dem Sortiment eines anderen Lieferanten.
Danach lädt man die Kanone mit einem zylindrischen Magneten und einer Murmel (siehe Zeichnung).
Um einen schön passenden zylindrischen Magneten zu bauen, habe ich zwei S-15-08-N genommen und vorne und hinten mit einem stählernen Ring ergänzt. Das Ganze gleitet schön in das grössere Röhrchen hinein. Hierbei sind die gestapelten Scheibenmagnete mit ihren Polen so ausgerichtet, dass sie einerseits aneinander haften und andererseits beide vom grossen Ringmagneten abgestossen werden .
Video, 1 MB
Um das Video anzuschauen, wird der Adobe Flash Player 7.0 (oder neuer) benötigt! Falls das Video nicht sichtbar ist, können Sie den folgenden Link für die Installation verwenden.
Jetzt drückt man das zweite, dünnere PVC-Röhrchen von der hinteren Seite in den Lauf hinein und stösst so die Murmel und den Magnetzylinder Richtung Ringmagneten (siehe nochmals Zeichnung oben).
Wenn das Magnetpaket eine bestimmte Distanz zum Ring unterschreitet, wird es plötzlich stark angezogen und in die Richtung der Ringöffnung beschleunigt. Die vorne liegende Murmel wird hierbei mit einiger Kraft weggeschossen. Das Video zeigt Euch, wie gut das funktioniert!
ACHTUNG: Solltest Du dies selber probieren wollen, richte die Kanone nie auf lebende Wesen oder auf zerbrechliche Gegenstände!
Ich habe dieses Prinzip eigentlich per Zufall herausgefunden, als ich etwas anderes mit Ringmagneten ausprobieren wollte.
Ich war gedankenlos davon ausgegangen, dass das Magnetfeld innerhalb des Rings die gleiche Richtung aufweisen würde wie das Feld auf Achsenhöhe ausserhalb des Rings. Aber mein Experiment wollte nicht klappen. Hieraus musste ich schliessen, dass der Feldverlauf wohl eher so aussieht wie auf der Zeichnung rechts, wobei das Magnetfeld auf Achsenhöhe innerhalb des Rings genau in entgegengesetzter Richtung wirkt.
So kann man verstehen, warum der zylindrische Magnet plötzlich in den Ring hineinschiesst, obwohl die einwirkenden Kräfte eigentlich sehr kompliziert sind.
Ein anderes System, Murmeln zu beschleunigen, finden Sie übrigens unter Abschussrampe.

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