Ein-Schleifen-Motor aus 3 Teilen

Draht, Magnet, Batterie - und fertig ist der Motor
Autor: Duijnstee, Rotterdam, Niederlande
Maarten Duijnstee, Physiklehrer aus Rotterdam, schickte uns ein lehrreiches Experiment mit einem supereinfachen elektromagnetischen Motor und schreibt dazu:
Der Ein-Schleifen-Motor ist eines meiner liebsten Supermagnet-Experimente. Es ist kein Löten erforderlich und der Rotor kann aus einem einzigen Stück Kupferdraht gebogen werden. Er kann daher schon von Kindern ab ca. 8 Jahren hergestellt werden.

Material

  • 1 Scheibenmagnet 15 x 8 mm
  • 1 gewöhnliche AA-Batterie
  • 30 cm Kupferdraht mit 1 mm Durchmesser für die Drahtschleife
  • kleines Wasserbecken gefüllt mit 1 cm Wasser (optional)
Tipp: Als Kupferdraht kann man ein haushaltübliches Elektrokabel nehmen, die Isolation entfernen und den darin befindlichen Draht verwenden.

Anleitung

1) Mit dem Kupferdraht zuerst den kreisförmigen Teil der Schleife bilden. Dazu die Mitte des Drahtes um den Magneten (anderthalb Umwicklungen). Beim Biegen kann man auch die Batterie als Gegenform verwenden. Aber Achtung: Der Draht muss am Schluss locker um den etwas größeren Magneten passen, also darf man nicht zu eng wickeln.
2) Den Rest des Drahtes in die abgebildete Form biegen. Zum Schluss die Schleifenspitze formen, die auf die Batterie aufgesetzt wird.
Abmessungen der fertigen Schleife: 6 cm hoch, 4,5 cm breit.
3) Den Magneten auf dem negativen Pol der Batterie platzieren. Falls nötig, kann man am positiven Pol der Batterie noch eine kleine Delle anbringen, um die Drahtspitze besser zu zentrieren.
Video
Der ringförmige Teil muss sich reibungsfrei um den Magneten drehen können, aber trotzdem mit diesem in Kontakt stehen, um den Stromkreis zu schließen.
Bei Bedarf kann man, um den Kontakt sicherzustellen, das Ganze in ein kleines, 1cm hohes Wasserbad stellen.

Physikalischer Hintergrund

Der Ein-Schleifen-Motor ist ein nettes Experiment, um die sogenannte Lorentzkraft zu demonstrieren. Diese Kraft tritt auf, wenn sich ein stromdurchflossener Leiter in einem Magnetfeld aufhält. Aus der Drehungsrichtung des Motors kann man zudem herauslesen, wo sich Nord- und Südpol des Magneten befinden.

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