Magnetfischen in XL

Zwei Anleitungen für den Bau einer Magnetangel
Autor: M. B., Niederlande
Inhaltsverzeichnis

Ringmagnet als Angelhaken

Seit vielen Jahren suche ich mit einem Metalldetektor nach alten Metallgegenständen. Der Traum jedes Sammlers ist es, einmal eine alte Kanonenkugel zu finden. Diese sind aber leider spärlich gesät und dementsprechend schwierig zu finden. Ich wusste: in Gewässern liegen sicher noch unzählige solcher Schätze - doch wie sollte ich sie finden? Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben - bis ich mir bei Ihnen einen riesigen Ringmagneten mit 120 kg Haftkraft bestellte.
Benötigtes Material
  • Ringmagnet R-60-06-30-N
  • Schraube M6 mit Senkkopf aus Chromstahl
  • Unterlegscheibe M8 (um die Tragfläche des Schraubenkopfs zu vergrössern)
  • Hohlschraube M16
  • Stoppmutter M8
  • Ringschraube M8
  • Schrumpfschlauch (zur Fixierung des Nylonseils)
  • Nylonseil 20-25m
Die Zusammensetzung dieser Teile ist auf dem Foto ersichtlich.
Unglaublich, wie stark dieser Magnet ist! Die grösste Kanonenkugel, die ich eines nachts aus dem Wasser zog, hat einen Durchmesser von fast 11 Zentimetern und ist ziemlich schwer. Unterdessen habe ich noch einige kleinere Exemplare aus dem Wasser gefischt.
Bei meinen Versuchen im Magnetangeln habe ich immer diverse Zuschauer, die jeweils ganz verblüfft sind, welche grossen Brocken ich mit dem Magneten aus dem Wasser fischen kann!

Anmerkung vom Team supermagnete:
Neodym-Magnete beginnen bei längerem Außeneinsatz zu rosten. Einzige Ausnahme bilden die gummierten Neodym-Magnete, die komplett wasserfest sind. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Verwendung von Magneten im Außenbereich.

Extremer Bergemagnet mit Topfmagneten

Ergänzung von Thomas Hirsch, Berlin (Deutschland):
Für den Aufbau meines Bergemagneten habe ich folgende Komponenten verwendet:
  • 7 St. CSN-60
  • 1 Aluschiene 100 cm x 3 cm x 2 mm
  • 7 rostfreie Schrauben M6
  • 7 rostfreie Stoppmuttern M6
  • 1 rostfreie Ringmutter M6
  • 1 Statikseil des Vertrauens
Benötigt wird weiterhin eine Metallsäge und eine Bohrmaschine. Die Aluschiene in Stücke zu 6 x 8 cm und 3 x 14 cm zusägen. Jeweils mittig, 1 cm von beiden Enden entfernt ein Loch bohren. Das Ganze dann wie auf dem Foto ersichtlich zusammensetzen. Fertig ist ein flächiger Bergemagnet mit theoretischen 7 x 110 kg Haltekraft, mit dem man auch größere Flächen "abgrasen" kann. Durch die größere Fläche bleibt auch wirklich mal was hängen. In der Praxis setzen sich unter Wasser sehr schnell Roststaub und Metallsplitter auf die Magnetflächen, so dass die Haftkraft insgesamt abnimmt.
Leider hatte ich noch nicht oft Zeit, ihn auszuprobieren - aber einige "Funde" sind hier zu sehen: Diverse Stahlseile, eine Ringschraube, ein durchtrenntes Fahrradschloss Burg-Wächter F1, laut Auskunft der Firma von 1997, und ein Dosenboden mit aufgedrucktem Datum "31 07 1996".
Urheber der Fotos zu dieser Anwendung ist Thomas Hirsch, der diese unter der Lizenz Creative Commons CC-BY 2.0 zur Verfügung stellt.

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