Rückseitenreflektor Solaranlage

Dank einem weissen Gewebe kann möglichst viel der Sonneneinstrahlung genutzt werden
Autor: Alex Kober, Grasellenbach, Deutschland
Online seit: 30.07.2009, Anzahl Besuche: 28249
Ich habe eine Solaranlage, bestehend aus 6 Kollektoren mit je 15 Vakuum-Kollektor-Röhren.
Um den Wirkungsgrad und damit den Ertrag der Solaranlage zu verbessern, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, einen Rückseitenreflektor anzubringen. Dieser wirft die zwischen den Röhren hindurch fallende Strahlung zurück und macht damit einen grossen Teil dieser Strahlung noch nutzbar.
Reflektoren aus Spiegelglas oder Edelstahl schieden aus Kostengründen aus. Schliesslich habe ich mich für eine weisse Plane aus glattem, kunststoffbeschichtetem Gewebe entschieden. Dieses Gewebe wiegt 700g/m². Die ganze Plane ist daher etliche Kilogramm schwer.
Folgende Punkte mussten erfüllt sein:
  • Sie musste ohne Ausbau der Kollektorröhren hinter diesen auf einem Stahlrahmen befestigt werden.
  • Die Plane darf auch bei starkem Wind nicht gegen die Röhren drücken, muss deshalb an vielen Stellen fixiert werden.
Zunächst habe ich daran gedacht, Löcher in den Stahlrahmen zu bohren, die Plane zu perforieren und mit Schrauben zu befestigen. Mir gefiel daran nicht, dass dazu die Plane durchlöchert und damit beschädigt werden müsste. Ausserdem wäre das Anbringen von Bohrungen in den Stahlrahmen unmittelbar neben den Kollektorröhren aus Glas sehr riskant gewesen.
Schliesslich fiel mir ein, wie stark Ihre Supermagnete sind und dass diese die Folie vermutlich halten können. Die Montage mit Scheibenmagneten war kinderleicht und in wenigen Minuten erledigt.
Die Magnete halten bombenfest auf dem Stahlrahmen und die Plane ist bisher um keinen Millimeter verrutscht. Damit habe ich mir jede Menge Arbeit und möglicherweise Schäden erspart.

Um die Sicherheit und Festigkeit im Falle eines Sturms zu erhöhen, habe ich unterdessen 20 starke Quadermagnete angebracht und die Scheibenmagneten wieder entfernt.
Anmerkung von supermagnete: Unsere Magnete sind prinzipiell nicht korrosionsbeständig und daher für den Inneneinsatz konzipiert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass wenn die Magnete nicht mechanisch belastet werden (Schläge, kleine Risse), die nickelbeschichteten Magnete in der Regel durchaus ein paar Jahre durchhalten, bis sie anfangen zu rosten und dann ersetzt werden müssen.
Eine gute Alternative sind die gummierten Neodym-Magnete, die komplett wasserfest sind.

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