Turbo-Booster für Kugelgrill

Bessere Luftversorgung der Briketts dank eines Lüfters
Autor: G.F., Stockerau, Österreich

Das Problem:

Nachdem ich mir einen Kugelgrill zugelegt hatte und das indirekte Grillen versuchen wollte, stellte ich relativ bald fest, dass die Sache nicht ganz nach Wunsch verläuft und eher umständlich ist. Zuerst müssen die Briketts in einem eigenen Anzünder zum Glühen gebracht werden (Dauer ca. 30 Minuten). Danach in den Kugelgrill geben und dann kann es schon losgehen.
Theoretisch. Denn das Problem war, dass (vor allem an windstillen Tagen – schlechte Luftzufuhr zur Verbrennung der Briketts) die Ausgangstemperatur von ca. 220°C nach etwa 20 Minuten zu sinken begann und sich letztendlich auf ca. 130°C einpendelte. Nun sollte man sich zwar zum Grillen Zeit nehmen, aber Fleisch bei diesen Temperaturen zu garen führt dann doch relativ schnell zu Ungeduldsausbrüchen.

Die Lösung:

Ich entferne den Aschebehälter und platziere an seiner Stellen einen ausgedienten Lüfter, den ich zuvor mit 4 Stabmagneten (Typ S-05-14-N) ausgerüstet hatte (Löcher auf 5 mm aufgebohrt und mit Superkleber eingeklebt).
Aschebehälter
Aschebehälter
Lüfter
Lüfter
Der Lüfter wird unten statt des Aschebehälters aufgesetzt und mit Strom versorgt.
Das Anzünden der Briketts erfolgt nun ebenfalls schon im Kugelgriller. Damit keine Glutreste in den Ventilator fallen können, montierte ich an der Innenseite des Grillers ein Luftleitblech, welches die Briketts mit Sauerstoff versorgt und gleichzeitig den Ventilator vor herabfallenden Glutresten schützt.
Nach kurzer Zeit sind die Briketts durchgeglüht und die Temperatur auf bis zu 320°C (!!!) angestiegen. Die Temperatur kann nun durch Ein-/Ausschalten des Ventilators gesteuert werden. Ist die gewünschte Grilltemperatur erreicht, kann der Lüfter dank der Magnetbefestigung sehr leicht abgenommen und wieder gegen den Aschebehälter ausgetauscht werden.
Wer sich nun um Magnete und Lüfter so nahe am Grill sorgt: Das ist ein berechtigter Einwand, der mich anfänglich auch beschäftigte. Ich sorgte mich um das Überleben des Lüfterblattes, welches aus Kunststoff besteht und bei 80°C sicherlich Verformungstendenzen zeigen würde. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass der gesamte Lüfter inkl. der Magnete nicht mehr als lauwarm wird. Ich führe das auf die aufsteigende Hitze im Grill zurück. Zusätzlich kühlt der Lüfter bei Betrieb quasi sich selbst und die Magnete. Auf die Unterseite des Grills kann man auch bei 320°C Grilltemperatur (am obersten Punkt des Grills gemessen) noch problemlos greifen, ohne sich zu verbrennen.
Bei den letzten Anwendungen habe ich den Lüfter auch nicht mehr entfernt, sondern während ca. 3 Stunden am Grill belassen. Sowohl Lüfter als auch die Magnete erlitten dadurch keine Beschädigung.

Anmerkung vom Team supermagnete:
Unser Kunde hat also die Erfahrung gemacht, dass die Magnete an der Unterseite des Grills keinen Schaden nehmen. Wir machen Sie dennoch darauf aufmerksam, dass unsere Magnete ab Temperaturen von 80°C dauerhaft einen Teil ihrer Magnetisierung verlieren (siehe FAQ Wie heiß dürfen Magnete werden?). Halten Sie Magnete daher generell von starken Hitzequellen fern.

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