FAQ - Fragen und Antworten

Welche Magnete verwende ich zum Magnetfischen?

Inhaltsverzeichnis
Das Magnetfischen / Magnetangeln hat sich, Ă€hnlich wie das Geocaching, zu einem veritablen Sport entwickelt. Es geht dabei darum, metallische GegenstĂ€nde mithilfe von Magneten aus BrunnenschĂ€chten, FlĂŒssen, Seen etc. zu bergen. Kunden haben mit unseren Magneten schon uralte Kanonenkugeln, aber auch rostige FahrrĂ€der, NĂ€gel und vieles mehr zutage befördert.
Gerne prĂ€sentieren wir Ihnen die Magnete, die dazu gemĂ€ĂŸ unserer Erfahrung besonders geeignet sind.

Geeignete Magnete

Der Schatzsucher-Magnet in Aktion
Der Schatzsucher-Magnet in Aktion
Von unseren Magneten eignen sich die Folgenden besonders gut zum Magnetfischen:

Bei einem Topfmagneten handelt es sich um einen Magneten, der in einen Stahltopf eingelassen ist. Der Stahltopf verstÀrkt die Haftkraft des Magneten, wenn der Magnet direkt auf einer dicken eisernen OberflÀche aufliegt. Auf Distanz hingegen haben Neodym-Magnete ohne Topf die stÀrkere Haftkraft. Weitere Informationen zu Topfmagneten finden Sie in unserer FAQ Topfmagnet-Eigenschaften.

Bergemagnet selber bauen

Material fĂŒr einen Angelmagneten
Material fĂŒr einen Angelmagneten
Einen Angelmagneten können Sie mit nur wenig Aufwand selbst bauen. Dazu benötigen Sie beispielsweise:
  • Einen Topfmagneten mit Senkbohrung, hier haben wir den CSN-60 verwendet
  • Eine Senkkopfschraube mit Innensechskant, Gewinde M8, GesamtlĂ€nge 30 mm
  • Eine Ringmutter, Innengewinde M8
Schieben Sie als erstes die Schraube durch die Bohrung des Topfmagneten. Nun mĂŒssen Sie nur noch die Ringmutter auf die Schraube drehen.


Wem die Haftkraft eines einzelnen Magneten fĂŒrs Magnetfischen zu wenig ist, der kann mit etwas Geschick einen "leicht" grĂ¶ĂŸeren Bergemagneten bauen. Welches Material Sie benötigen und wie Sie dazu vorgehen mĂŒssen, haben wir in der Kundenanwendung Magnetfischen in XL festgehalten. Wem das eine Nummer zu groß ist, der findet dort auch eine Anleitung zum Bau einer Magnetangel mit unserem stĂ€rksten Ringmagneten R-60-06-30-N.

Seil am Angelmagneten befestigen

Es gibt viele gute Knoten, mit denen sich ein Seil am Angelmagneten befestigen lĂ€sst. Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Knoten gut hĂ€lt. Es wĂ€re schließlich schade, wenn Ihr Magnet ohne Seil im GewĂ€sser baden geht.
Eine Möglichkeit ist der Palomar-Knoten, der in den nachfolgenden Bildern gezeigt wird. Der Knoten ist besonders bei Anglern beliebt, weil er ĂŒber eine hohe Knotenfestigkeit verfĂŒgt. Wie Sie das Seil auf diese Art an Ihrem Angelmagneten befestigen, zeigen wir in den nachfolgenden Bildern. Wer sich dazu gerne ein Video anschauen möchte, der wird in dieser Video-Anleitung fĂŒndig.
Schritt 1
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 2
Schritt 3
Schritt 3
Schritt 4
Schritt 4

Hinweise zum Angeln mit Magneten

Benötigte Haftkraft

Bitte beachten Sie: Die bei den Magneten angegebene Haftkraft ist die maximale Kraft bei idealen Bedingungen. Wenn der zu bergende Gegenstand lackiert oder bemalt ist, eine raue oder unebene OberflĂ€che hat oder nicht aus reinem Eisen besteht, benötigen Sie einen sehr starken Magneten (siehe spezielle FAQ zur Haftkraft). Dazu kommt der Wasserdruck, der viel höher liegt als der Luftdruck und beim Herausziehen ĂŒberwunden werden muss. Im Zweifelsfall sollten Sie daher zum Magnetfischen Magnete mit einer Haftkraft von mindestens 30 kg wĂ€hlen.

Aufbewahrung

Magnete, die beim Magnetfischen zum Einsatz kommen, mĂŒssen sicher aufbewahrt werden. Bei einer derart starken Haftkraft kann es schnell vorkommen, dass sich diese Magnete beim Transport im Auto oder bei der unsachgemĂ€ĂŸen Aufbewahrung versehentlich mit einer ferromagnetischen OberflĂ€che verbindet. Deshalb gilt es, die Magnete bei Nichtgebrauch gut abzuschirmen. Zu diesem Zweck eignet sich beispielsweise der Kunststoffkoffer midi, der mit WĂŒrfelschaumstoff gefĂŒllt ist.

Rosten

Falls Sie einen Neodym-Magneten öfters im Wasser einsetzen, wird er ohne Schutz im Laufe der Zeit zu rosten beginnen. Sie sollten den Magneten daher nach jedem Einsatz grĂŒndlich abtrocknen. Sie können den Magneten auch mit einem wasserfesten Lack behandeln, um ihn etwas zu schĂŒtzen.
Alternative: Unser stÀrkster Ferrit-Ringmagnet ist rostbestÀndig - mit 16 kg Haftkraft können aber keine Wunder erwartet werden.

Absplittern, BrĂŒche

Beim Zusammenstoßen von starken Magneten und rauen MetallgegenstĂ€nden wird unweigerlich die Beschichtung der Magnete Schaden nehmen und eventuell sogar abplatzen. Da die Magnete sehr spröde sind, können sie bei heftigen Kollisionen auch zerbrechen. In Kombination mit der Rost-Problematik mĂŒssen Sie daher leider damit rechnen, die Angel-Magnete ab und zu ersetzen zu mĂŒssen.

SicherheitsabstÀnde

Die Magnetstreifen auf Kreditkarten und EC-Karten werden durch Magnete dieser GrĂ¶ĂŸenordnung schnell entmagnetisiert und funktionieren danach nicht mehr. Achten Sie deshalb darauf, dass beim Magnetfischen Ihr Geldbeutel nicht in die NĂ€he dieser Magnete kommt. Besonders vorsichtig sollten zudem Leute mit Herzschrittmachern und / oder HörgerĂ€ten sein. Genauere Informationen finden Sie in unserer FAQ zum Thema SicherheitsabstĂ€nde.

ZusÀtzliche Sicherheitshinweise

  • Seien Sie Ă€ußerst vorsichtig in Gegenden, wo BlindgĂ€nger und sonstiges Kriegsmaterial vorkommen können! Sollten Sie beim Magnetfischen auf explosive GegenstĂ€nde stoßen, fassen Sie diese nicht an und verstĂ€ndigen Sie die Polizei.
  • Falls Sie wirklich einen Schatz finden, dĂŒrfen Sie diesen im Normalfall nicht behalten - beachten Sie die gesetzlichen Vorschriften!
  • Magnete zum Magnetfischen gehören nicht in die HĂ€nde von Kindern. Bewahren Sie Ihren Bergemagnet deshalb so auf, dass er fĂŒr Kinder unerreichbar ist.
  • Je stĂ€rker die Haftkraft eines Magneten, desto grĂ¶ĂŸer die Verletzungsgefahr. Tragen Sie beim Magnetfischen deshalb immer Sicherheitshandschuhe. Am besten solche, die schnittfest sind.
  • PrĂŒfen Sie vor dem Auswerfen des Bergemagneten immer, dass Sie Ihre Umgebung nicht gefĂ€hrden. Menschen, Tiere oder Boote sollten sich nicht in Ihrer unmittelbaren NĂ€he oder gar in der Wurfbahn des Magneten befinden.